Im Jahre 1806 gründete mein Ur-Ur-Großvater zusammen mit seiner Frau eine neue Hofstelle.  Es gab damals für einige Zeit ein
Wallrecht, welches Bauernsöhnen erlaubte, ein Stück Land mit einem Erdwall zu umgeben und darauf eine Kolonistenstelle zu
begründen.

Schnell erkannte er, daß der magere Boden seine Familie kaum ernähren würde und befaste sich deshalb mit der lmkerei. Der
Hof war von
ausgedehnten Heideflächen umgeben, weshalb er bald größere Ernten erzielen konnte. Es wurde schwierig, so viel
Honig in der engeren armen Geest abzusetzen, weshalb er in weiter entfernte Gebiete reisen mußte.

Unter der damaligen französischen Besatzung benötigte er einen Paß oder Passierschein. Ein Exemplar aus dem Jahre 1812
belegt die damaligen Reisen. Es liegen noch mehrere Begleitschreiben des Bürgermeisters der Stadt Friesoythe aus der Zeit vor
die auf den Verkauf des Honigs in Emden hinweisen. Emden liegt etwa 100 km entfernt und konnte damals zum Teil nur mit
kleinen Booten erreicht werden.

 
Dieses Bild zeigt einen Pass/Passierschein
meiner Vorfahren von 1812. 
Dieses Bild zeigt meinen Großvater beim Beladen der letzten Postkutsche.
In all den Jahren wurden Qualitätsmaßstäbe für den Honig erarbeitet. Die große Tradition verpflichtet zu besonderen
Anstrengungen, die den guten Ruf von Göken Honig erklären.

Einen großen Aufschwung nahm der Honighandel als mein Großvater 1886 begann, den Honig per Post ins gesamte 
Reichsgebiet zu versenden. Die eigene Produktion reichte bald nicht mehr aus, so daß er aus den umliegenden Geest-
Gebieten (besonders des Hümmlings) Honig zukaufen mußte. Im Herbst lieferten oft mehrere Pferdefuhrwerke gleichzeitig
Honig auf dem Honighof Göken an.